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Bericht von Max zu PreWorlds in Malcesine
https://contenderclass.de/home/aktuelles/1500-bericht-von-max-zur-wm-in-malcesine.html
Jetzt ist die Container WM drei Tage alt und ich soll einen Bericht
schreiben. 😅 Fangen wir ganz vorne an: angereist bin ich schon vor der
Pre-World Donnerstag vor der Regatta. Gesegelt sollte Freitag, Samstag
und Sonntag werden, aber am Freitag konnten wir kein einziges Rennen
segeln, weil nicht genug Wind war. Dafür segelten wir, wenn ich mich
richtig erinnere, am Samstag drei Wettfahrten bei Ora.
Sonntag war der Start dafür morgens um 8:30 Uhr um den Peler-Wind
auszunutzen. Im ersten Rennen wehte es sicherlich mit mehr als 25
Knoten. Die Wettfahrtleitung konnte dabei die standfestigkeit der
Robotertonnen testen. 😜
Es war sehr beeindruckend mit 106 Booten an einer Stadtlinie zu starten.
Gewonnen
hat Marco Ferrari, der gezeigt hat, dass er bei wenig sehr schnell ist
und genau weiß, wie man am schnellsten über den Kurs kommt. Nach dem
Segeln gab es immer Pasta Party und Bier.
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Knarrblog Pre Worlds Malcesine: Faszination Contender-Segeln – Ärger mit dem Robotertonnen
von
Carsten Kemmling
https://segelreporter.com/regatta/knarrblog-pre-worlds-malscesine-faszination-contender-segeln-aerger-mit-dem-robotertonnen/
Am Mittwoch startet die Contender WM am Gardasee mit 170 Teilnehmern.
SegelReporter ist dabei. Bei der Vorregatta mit 109 Booten ließen sich
schon erste Eindrücke sammeln. Zwei Rennen waren brutal, aber auch
beeindruckend. Die irren Bilder.
Der Gardasee mag nicht mehr das sein, was er einmal war. Die um die
Mittagszeit normalerweise einsetzende Ora (Südwind) bläst längst nicht
mehr so verlässlich wie früher. Flautentage häufen sich. Jüngst war die
Moth-WM davon betroffen, nun fiel auch bei den Pre Worlds der Contender
der erste von drei Tagen ganz aus. Die Folge: Man muss am nächsten Tag
meist früh aufstehen, um den Nordwind Peler zu nutzen. Start um 8:30
Uhr. Früher Vogel fängt den Wurm. Das klappt am Samstag nicht.
Still ruht der See. Also noch einmal umdrehen. Am Nachmittag
reicht dann ein laues Süd-Lüftchen zu drei Läufen.
Dann also am Sonntag noch einmal Start um 8:30 Uhr. Eine Quälerei. 6 Uhr
Aufstehen. Das tut man ungern im Urlaub. Freiwillig schon gar nicht.
Aber was für ein Naturschauspiel, was für ein Erlebnis wäre verpasst
worden. Dieser Tag wird sich tief in die Gehirnwindungen eingraben. Er
beginnt noch ungemütlich. Die Segel flattern ohrenbetäubend. Der Himmel
ist grau. Als das erste Spritzwasser ins Gesicht klatscht, steigt zwar
die Aufmerksamkeit. Aber nach Spaß fühlt sich das bisher nicht an.
Von den insgesamt 109 Startern, die diese Vorregatta zur Mittwoch
beginnenden WM absolvieren möchten, sind einige erst gar nicht
rausgefahren. Im oberen 20-Knoten-Bereich wird ein Contender
ausgesprochen zickig. Auch mag man auf die Idee kommen, das Material vor
der WM zu schonen. Andererseits kann man sich an die Bedingungen
anpassen, den Speed testen, die Manöver bei Hack üben.
Zum Beispiel diese Halse am Raumfass. Einige gehen zur Kuhwende über.
Diese Blöße will ich mir nicht geben – und lege mich natürlich in den
Bach, neben all die anderen, die es auch auf klassische Weise
versuchen.. Dreimal im ersten Rennen. Komisch, dass daraus noch Platz 21
wird – aber es kommen auch nur 39 ins Ziel.
Viele sind auch genervt von der Luvtonne. Ich starte weit in Lee,
vergleiche mit dem amtierenden Weltmeister in Luv die Geschwindigkeit,
bin ziemlich zufrieden und warte auf seine Wende zur Luvtonne. Graeme
Willcox ist schließlich Profi – war Segeldesigner beim Cup-Team der
Briten. Links scheint es richtig gut zu sein. Der Dreher kommt mit
der Sonne, die sich über die Berge schiebt. Das glitzernde Spritzwasser
bei Überhack erzeugt multiple Regenbögen. Hochgefühle. Ein irres
Erlebnis. Wir scheinen auch deutlich vor dem Feld zu liegen – wenn die
Luvtonne zu sehen wäre.
Sie versteckt sich im Gegenlicht – und liegt schließlich so weit in Lee,
dass ein tiefer Raumschotskurs vonnöten ist. Ärgerlich. Kaum jemand
findet die Marke. Muss der Kurs so schief liegen? Ob diese Robotertonne
wieder weggefahren ist?
Diese Luvmarke ist ein Ärgernis. Schon beim Leichtwindtag sorgt sie für
Chaos, als sie sich plötzlich in Bewegung setzt, keine Anliegelinie mehr
passt und viele Boote wenden müssen. Mir fährt sie bei der Rundung
einfach von Lee gegen das Boot. Bei Starkwind, wenn Wenden besonders
viel Zeit und Weg kosten und gerne zu Kenternden führen, ist es
besonders nervig. Ich schreie sie an – aber auch darauf reagiert die
Technik nicht.
Dabei sollten die Robotertonnen inzwischen auf höchstem Niveau
funktionieren und werden auf vielen Regatten eingesetzt. Besonders am
Gardasee machen sie Sinn, wo das Wasser auf der Höhe von Malcesine gut
300 Meter tief ist. Hoffentlich bekommt die Wettfahrtleitung das Problem
bis Mittwoch in den Griff. Dann startet die WM.
Carsten Kemmling
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